1.11.14

北斎への訪問





Heute Nacht, so um halb drei, bin ich aufgestanden, habe meine Schuhe angezogen und bin aus dem Haus gegangen. Rechts rum. Dann links, dann noch zweimal abgebogen, ich erinnere mich nicht mehr genau, und dann war ich plötzlich in Japan. Ich wusste gar nicht, dass Japan so nah bei meinem Haus ist. Und deshalb bin ich wohl auch in der Nähe von Fukushima ausgekommen. Aber dass Fukushima so nah bei meinem Haus ist, weiß ich schon seit 1966. "Hau ab", Klausi, sagte ich zu mir. Aber wohin nur? Ich war ja in Japan. Wer könnte mir hier in Japan helfen? Da fiel mir mein alter Freund Hokusai ein. Der könnte mich wieder einmal retten. Da war ich mir sicher. Ist das nicht merkwürdig? Ich glaubte im Traum wirklich, Hokusai könnte mich auch vor der radioaktiven Verstrahlung retten! Als ich aufwachte dachte ich, so ganz falsch ist das ja vielleicht auch nicht. Oder?




22.10.14

Abschied

Gestern und heute Regenwetter mit viel Wind. Aber davor schien die Sonne, eine wunderbare Herbstsonne. Ein heiteres , sanftes Licht. Ich bin noch mal viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Die Herbstlaubfarben! Was für eine Mannigfaltigkeit! Man kann es nicht nachmachen, mit einem noch so tollen Farbkasten nicht nachmischen: Lichter Ocker, Neapelgelb, Maigrün. Und dann: Krapplack, Gelb und Grün! Und natürlich: Unendlich viele Brauntöne . Dazu ein fast blauer Himmel. Mit dem Fahrrad unterwegs schneit dann der Wind mir das Laub auf die Wege. Und wenn dir eins genau auf den Kopf fällt, oder auf die Schulter und wenn es dann da auch nur kurz liegen bleibt, dann bist du ein Glückskind. 
All diese Schönheit war nur kurz. Heute mit dem Regen und dem Sturm ist sie weg. Jetzt wird es grau, trübe und dunkel. Ja, ja, ich weiß, der Winter kann auch schön sein.  Mal sehen.